"Waldbaden" mal anders, oder "Wie verwerte ich meinen Christbaum?"

Das Kräuternest meldet sich zurück aus dem Weihnachts-, Winter-, Lockdown-Urlaub und wir hoffen, dass auch ihr alle gut in das neue Jahr gestartet seid.

Viele von euch haben den Christbaum wahrscheinlich schon abgeräumt. Bei uns steht er noch - ganz traditionell bis Lichtmess - im Wohnzimmer. Doch was machen wir vom Kräuternest anschließend mit dem Baum?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten den Christbaum, oder Teile davon, weiterzuverwenden: einen Löffel schnitzen, Tannensalz herstellen, Anzünderbüschel binden, …

ABER wusstet ihr, dass man damit auch „Waldbaden“ kann?Nur verstehen wir unter dem Begriff etwas anderes als den Trend des Waldbadens aus Japan.

Was brauchst du zum „Waldbaden“ auf Kräuternest Art?

  • 3 EL Roggenmehl
  • 2 EL Tannen oder Fichtennadeln - von deinem Christbaum (allerdings nur wenn er ungespritzt ist!)
  • Die Nadeln fein schneiden und mit dem Mehl vermischen. Wenn du einen Mörser zu Hause hast, das Ganze noch fein vermörsern.
  • Die angegebene Menge reicht für ein Vollbad.
  • Das Gemisch in einen alten Seidenstrumpf füllen, in das Badewasser legen und nun dein „Waldbad“ mit dem feinen Duft deines Christbaums genießen und dabei herrlich entspannen!

Bereits die alten Römer verwendeten verschiedene Mehle in der Hautpflege, in der ayurvedischen Medizin und der TCM sind sie fixer Bestandteil der Heilkunde. Auch in der TEM (Traditionelle Europäische Medizin) wurde mit Mehlen gearbeitet, je nach Konstitutionstyp wurde die Haut mit unterschiedlichen Zutaten gepflegt. Viele wissen gar nicht, wie wohltuend ein Mehlbad sein kann. Besonders jetzt im Winter, wenn unsere Haut sehr beansprucht und schnell trocken ist, freut sie sich über eine Extraportion Vitamin B, Stärke oder Spurenelemente, wie Kalzium, Kalium und Magnesium, um den Feuchtigkeitshaushalt zu unterstützen.

Zero Waste Tipp: Wir empfehlen das Mehlbad in einen alten Seidenstrumpf, Socken oder löchrige Strumpfhosen zu füllen. Je nach Länge die Teile in Stücke schneiden und einen Knoten reinmachen, oder mit einer Schnur, Haargummi abbinden. Die noblere Variante sind Baumwoll- oder Leinensäckchen, genauso tut es auch ein Geschirrtuch oder Stofftaschentuch.