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Vom Garten auf die Haut - It's Tea-Time! Ein Tässchen Tee gefällig?

Iris Lins

Ein Bade-Tee Rezept - Unser Kräuternest

 

„Ein Tässchen Tee gefällig? – Nein, danke. Ich bin nicht krank. Mir fehlt ja nichts.“ So oder ähnlich lautet der Standard-Spruch, wenn jemandem, der keinen Tee mag, eine Tasse Tee angeboten wird. Mittlerweile ist das „heiße Wasser“ jedoch wieder salonfähig und in den Regalen finden wir Tees in unterschiedlichsten Variationen. Ob warm oder kalt aufgesetzt, mit unterschiedlichstem Zubehör.

Für jeden ist was dabei.

Spannend wird es, wenn es dann wieder kälter wird und wir wieder Lust nach einem Tässchen Tee mit Honig bekommen: Das Tee-Sortiment im Küchenschrank wird wieder auf neuesten Stand gebracht – das heißt, alles Abgelaufene verschwindet im Bio-Müll oder auf dem Kompost. Dabei ist es wie mit allen anderen Lebensmitteln auch – beim Haltbarkeitsdatum handelt es sich um eine „Mindesthaltbarkeit“. Besonders Kräutertees sind länger haltbar und genießbar. Sie verlieren mit der Zeit zwar an Geschmack und die wohltuenden Inhaltsstoffe werden weniger. Aber es wäre schade darum, sie einfach wegzuwerfen. Beispielsweise können wir sie mit gewöhnlichem Haushalts-Salz in ein Stoffsäckchen oder einen Seidenstrumpf geben und ein herrliches Bad darin nehmen. Für alle, die Teenager zu Hause haben, denen man ihre Lebensphase förmlich vom Gesicht ablesen kann, eignen sich bspw. Tee-Kompressen. Für verschnupfte Kinder eignen sich beispielsweise Dampfbäder mit Kräutern hervorragend. Ob die Kräuter lose in einer Teedose sind oder in einem Tee-Beutel macht hier keinen Unterschied. Generell ist es so, dass Geschmack und Inhaltsstoffe in groben, losen Tees länger/mehr vorhanden sind, als in kleinen Teebeuteln, in den die Kräuter in winzigste Teile zerkleinert wurden. Und dass regionale Bio-Kräuter hochwertiger sind, versteht sich von selbst.


Rezept: Tea-Time in der Badewanne

Ein einfacher Bade-Tee

Besonders nach einem langen Arbeitstag ist ein Kräuterbad eine wohltuende Angelegenheit. Je nach Beschwerden oder Bedürfnissen können die Kräuter entsprechend ausgewählt werden. Zitronenmelisse und Rose helfen uns beim Entspannen und pflegen wunderbar die Haut. Viele Kinder mögen den entspannenden Duft von Lavendel und die Ringelblume ist eine Wohltat für beanspruchte Haut. Thymian hat einen intensiveren Duft und ist Balsam für unsere Atemwege und die Haut, wem der Geruch nicht so wichtig ist, kann sich auch noch die Gänseblümchen und Spitzwegerichblätter vom Vorjahr in die Wanne geben – sie sind wahre Hautschmeichler. Wer es lieber bei einem Fußbad belässt, kann auch gerne mal ein Beutelchen Schwarz-Tee mit ins warme
Wasser legen. Hier können wir unserer Tee-Dosen- Fantasie freien Lauf lassen!

Zutaten
1 Handvoll Kräuter
3 EL Salz
Ev. 1 EL Honig

Falls die Tee-Kräuter noch grob sind, gut zerkleinern, so gelangen die Inhaltsstoffe leichter ins Wasser. Anschließend in ein Stoffsäckchen, einen Seidenstrumpf oder einen dünnen
Waschhandschuh füllen und gut zu binden. Das Tee-Säckchen mit dem Salz und dem Honig in das Badewasser geben, wie bei der Tee-Tasse 5 Minuten ziehen lassen. Nun ab in die Badewanne!

Tipp: Die Kräuter und das Salz können natürlich schon vorab gemischt in ein großes Glas gegeben
werden und dann immer Portionsweise entnommen werden.

Rezept: Schwitzen unter'm Regenschirm - Dampfbad mal anders

Wer kennt das nicht: Winter, Schnupfenzeit und der gut gemeint Ratschlag, man solle doch wieder mal ein Dampfbad nehmen. Besonders bei Kindern ist das eine richtige Herausforderung – wollen sie nicht mit einem Handtuch über`m Kopf ihr Gesicht über einen heißen Topf halten. Eine kreative und lustige Lösung bieten hier Kinder-Regenschirme: Anstatt des Handtuchs einfach einen Schirm nehmen und über dem dampfenden Kräuter-Topf sitzen. Kinder mögen den entspannend-süßen Duft der Kamille, der sehr gut mit ein paar Lavendelblüten kombinierbar ist. Thymian, Mädesüß und Holunder werden beispielsweise eingesetzt, wenn sich bei Jugendlichen oder Erwachsenen ab und zu Pickel zeigen. Vielleicht noch ein Tässchen Tee mit Honig dazu – und dann kann es nur noch besser werden!


1 Kochtopf mit heißem Wasser
1 (Kinder)Handvoll Kräuter
1 EL Salz
1 Handtuch oder 1 Regenschirm

Tipp: 1 EL Salz mit ins Inhalations-Wasser geben ist eine Wohltat für unsere Schleimhäute!


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